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Astronomisches in den Pyramidentexten

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Astronomisches in den Pyramidentexten Edit

Die Ägypter verfügten über ausgeprägte Jenseitsvorstellungen, was durch in viele Texten und letztlich durch die oft üppigen Grabbeigaben bestens dokumentiert ist. Sie sollten das Leben des Toten in der jenseitigen Welt begleiten, ihn die Prüfungen von dem Gott der Unterwelt, Osiris, bestehen lassen und Gegenstände, die im diesseitigen Leben wichtig für den betroffenen wichtig waren, sollten in der Unterwelt ihre Bedeutung nicht verlieren. Helfen auf dem Weg durch die Unterwelt sollten auch verschiedene Totensprüche und Totentexte. In früheren Dynastien war diese Art der Totenverehrung eher den Königen vorbehalten und werden Pyramidentexte genannt. Erst später konnten auch niedere Gesellschaftsschichten Texte an ihren Grabstätten anbringen lassen.

Bereits im Jahr 1881 meinte der deutsche Ägyptologe Heinrich Brugsch Hinweise auf astronomische Texte in den Pyramidentexten gefunden zu haben. In Texten aus dem 3. Jahrtausend v. u. Z. extrahierte er Beziehungen zum Sternbild Orion (noch heute glauben vor allem Esoteriker und Ufologen daran, dass das Pyramidenfeld in Gizeh ein Abbild dieses Sternbildes auf Erden darstellt, geflissentlich ignorierend, dass man da vor allem auf wissenschaftlicher Seite ganz anderer Auffassung ist). Bedeutung hatte der Orion vor allem durch die Beziehung zum und die Versinnbildlichung mit dem Totengott Osiris.

In einem Relief des Ramesseums, dem monumentalen Totenhaus Ramses II., entstanden etwa 1250 v. u. Z., also rund 1000 Jahre nach den Pyramidentexten, sollen ebenfalls hieroglyphische Inschriften auf diese Verbindung hinweisen. Hier begegnet man auf der Vorstellung, dass der Totengott Osiris (Orion) mit seiner Frau Isis (Sirius, gleichzeitig Sothis) mit einem gigantischen Schiff über den Himmel fährt. Das wird nun dahingehend interpretiert, dass auch der Totengott der Erneuerung bedurfte (Zeit der Nichtsichtbarkeit des Sternbildes Orion) und schließlich wiedergeboren wurde (heliakischer Aufgang). Außerdem werden figürliche Darstellungen in diesem Relief als Sothis und die Planeten Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn interpretiert.

Die Inschriften am Ramesseum lassen aber auch andere Deutungen zu: So sehen manche Ägyptologen darin ein Abbild der Himmelsregion um die Sternbilder Orion, Hase, Großer Hund und Taube, von den Ägyptern, wenn die vorgenommenen Übersetzungen richtig sind, Binsengeflecht genannt. Auch die zirkumpolaren Sterne sollen hier verewigt sein, was jedoch schwierig zu deuten ist, da die Schriftzeichen hier nicht genau identifiziert werden können. Die Bedeutung steht und fällt, wie wir gesehen haben, mit der Interpretation: Sehen wir in diesen Hieroglyphen Symbole astronomischen Wissens, lässt das möglicher Weise Rückschlüsse auf einen hohen Kenntnisstand zu, im umgekehrten Fall wäre die altägyptische Astronomie schlicht bedeutungslos.

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