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Astronomische Inschriften in Gräbern

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Astronomische Inschriften in Gräbern Edit

Eine interessante astronomische Inschrift findet sich an der Decke des halbfertigen Grabes des Senmut, der eine hohe Stellung am Hofe der Königin Hatschepsut (ca. 1500 v.u.Z.) besaß . Deutlich sind hier die drei Gürtelsterne des Orion zu erkennen, darunter figürliche Symbole von Osiris (Vergöttlichung des Sternbildes Orion) und Isis (Göttin des Sothis) auf ihren Barken, die sie über den Himmel trugen und die Sternbilder Nilpferd, Löwe, aber auch unbekanntere Konfigurationen wie Krokodil und einen aufrecht stehenden Mann, der von dem Reptil scheinbar angegriffen wird.

Im Grab Seti I. fand man Darstellungen vorwiegend aus dem nördlichen Sternhimmel: Den Großen Bären, das Nilpferd (Drache, oder Teile daraus), das Sommerdreieck, gebildet aus den Hauptsternen von Schwan; Leier und Adler und eine Linie die als Ekliptik bzw. Milchstraße gedeutet wird.

Im Grab des Thut-ench-amun fand man ein Bild, das die Zeremonie der Mundöffnung zeigt. Die Ägyptologin Virginia Lee Davis hat es genauer untersucht und ist zu dem Schluss gekommen, dass hier zusätzlich der Große und der Kleine Bär sowie der Polarstern abgebildet ist, der Große Hund mit Sirius (Sothis, aber auch Isis) und das Sternbild Orion (Osiris). Eine hier ebenfalls vorhandene Linie wird als Hinweis auf den Nil gedeutet, der wiederum die Milchstraße symbolisieren soll.

Man hatte es also im alten Ägypten verstanden, Sternbilder zu formen, wie im Tierkreis von Dendera ja auch deutlich wurde. Sie sind allerdings nicht immer identisch mit den babylonischen oder griechischen Figuren und erscheinen uns heute vollkommen fremd. Der Große Bär oder besser Teile daraus, wurden zum „Stierbein“, der Schwan zum „Mann mit ausgebreiteten Armen“, die Cassiopeia zur „Menschengestalt mit ausgebreiteten Armen“ und den Orion. Planeten kannte man als „ruhelose Sterne“. Möglicher Weise haben ägyptische Astronomen bereits regelmäßig den Merkur beobachtet, aber nicht erkennen können, dass es sich hier um nur einen einzigen Planeten handelt. Sie gaben ihm zwei Götternamen: Horus und Seth.

Die wichtigste Rolle, gerade auch für das Kalenderwesen, spielte der hellste Stern im Großen Hund, der Sirius, der den Namen Sothis trug. Inwieweit Himmelsphänomene wie Kometen, Sternschnuppen etc. bekannt waren, darüber kann man nur spekulieren. Angeblich sollen Sonnen- und Mondfinsternisse richtig erklärt worden sein. Aus der Zeit Thutmosis III. ist überliefert, dass am Südhimmel ein hell leuchtender, wandernder Himmelskörper aufgetaucht worden sein soll: Möglicher Weise ein heller Komet. Mancher meint, damit sei der Halleysche Komet gemeint, doch ist hier die Deutung sehr sehr schwierig, es könnte auch ein völlig anderer Schweifstern gewesen sein, da dass Jahr der Beobachtung dieses Phänomens nicht bekannt ist!

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